Aktuelles aus dem EZETTHERA

EZETTHERA Newsletter Juni 2024

  • Reue ist die unpünktlichste aller Tugenden: sie kommt immer zu spät.

    Anonym

    Meine Gedanken dazu sind wie immer am Ende des Infobriefs, aber wer informiert sein möchte, sollte auch das lesen, was dazwischen steht.

    Liebe Tanz- und Therapieinteressierten,

    auch wenn weite Teile Bayerns gerade absaufen, sollten wir immer den Kopf oben halten und nach neuen Möglichkeiten Ausschau halten. Hierzu wollen wir gerne etwas mit unserem vielfältigen Angebot beitragen.

    Inhalt des Newsletters:

    1. Tanztherapie-Ausbildung
    2. Seminare und Workshops
    3. Kurse
    4. Save the Date - 40 Jahre EZETTHERA

    1. Tanztherapie-Ausbildung

    Seit 39 Jahren bieten wir Menschen eine neue Perspektive in ihrer beruflichen Aus­rich­tung und haben so schon vielen geholfen, ihrem Herzen und ihrer Berufung zu folgen. Die Ausbildungsgruppe, die im Herbst 2024 unter der Leitung von Kerstin Hilker beginnt, hat noch ein paar Plätze frei. Die nächste Gruppe startet im Frühsommer 2025.

    Wer an einem anderen Institut eine Grundausbildung in Tanztherapie gemacht hat und bei uns weiter studieren möchte, setzt sich bitte mit uns in Verbindung. Der Aufbau der gesamten Ausbildung kann hier eingesehen werden.

    2. Seminare und Workshops

    Seminare 2024

    Seminare 2025

    3. Kurse

    Online-Kurse

    4. Save the Date - 40 Jahre EZETTHERA

    Das EZETTHERA wird nächstes Jahr 40 Jahre alt. Dies wollen wir gebührend feiern. Auch wenn wir noch nicht genau wissen wie, so haben wir doch schon einen Termin, den man sich auf jeden Fall merken soll: 28.-29.06.2025 im Pallottihaus in Freising (bei München). Besonders über die Teilnahme von vielen ehemaligen Studierenden würde ich mich sehr freuen.

     

    ..."Wäre" und "hätte" sind gleichermaßen fester und wiederkehrender Teil von Selbstgesprächen, die Menschen täglich mit sich führen. Nur den wenigsten gelingt es zu sagen: Schwamm drüber. Was war, das ist gewesen. Jetzt gilt nur noch der Blick nach vorn.
    Edith Piaf hatte es noch leicht, als sie sang "Non, je ne regrette rien". Frank Sinatra hat es zwar etwas abgeschwächt, findet aber trotzdem: „Regrets I have a few but then again to few to mention.“ Bei den meisten bleibt ein nagendes Gefühl zurück, wenn Dinge einen unerwünschten und unerwarteten Ausgang nehmen und dies umso mehr, je mehr sie glauben, selbst für den bedauerlichen Ausgang verantwortlich zu sein. Dann kann aus dem inneren Nagen ein Gefühl der Reue entstehen. In Endlosschleifen fragt sich die Person, ob es anders ausgegangen wäre, wenn sie sich anders verhalten oder entschieden hätte. Und was jetzt wäre, hätte sie die vermeintlich richtige Entscheidung getroffen. So entsteht schnell ein Leben im Konjunktiv – gefüllt mit zu vielen Umlautworten. Viele Menschen verharren oft noch jahrzehntelang in dem Zweifel ihrer früheren Entscheidungen. 
    Es ist allerdings sehr unwahrscheinlich, dass man in seinem Leben gar nichts bedauert oder bereut. Insofern ist Reue zunächst einmal ein Zeichen dafür, dass man eine vergangene Situation heute anders bewertet, also etwas dazugelernt hat. Dieses Dazugelernte kann uns in der Zukunft vor weiteren Fehlentscheidungen schützen. 
    Quälende Reue allerdings kann unseren Stress erhöhen und unser Hormon- und Immunsystem aus der Balance bringen. Die Neigung zum Grübeln des reuigen oder depressiven Menschen unterscheidet sich kaum. Die Gedanken sind in der Vergangenheit gefangen. Der Blick auf die Möglichkeiten der Zukunft ist nicht möglich. Es gilt also, mal mit der Reue aufzuräumen, damit sie das Leben nicht schwieriger macht, als es ohnehin schon ist.
    Es gibt manche Entscheidungen, die man im Leben genau einmal stellt. Eine Umkehr ist danach kaum oder nur schwer möglich. Das sind aber wenige Ausnahmen. Forschung zeigt, dass verpasste Bildungschancen als besonders bitter erlebt werden. Darauf folgt das Bedauern darüber, berufliche Herausforderungen nicht angenommen oder aus Rücksicht auf andere Bereiche des Lebens nicht ausprobiert zu haben. Ein weiteres Feld der Reue ist die Liebe und die Elternschaft (falscher Partner, zu wenig Zeit mit den Kindern). Und der letzte Bereich ist die Reue am eigenen Verhalten. 
    Wenn die Reueanalyse zeigt, dass man noch einen Einfluss auf die Entscheidung oder das Verhalten hat, lässt sich auch einiges reparieren. Wenn man also die Reue zum Schweigen bringen will, darf man nicht in die Vergangenheit reisen, sondern muss am Status quo etwas ändern. 
    Unabhängig davon, wie sehr wir uns quälen, wir werden nie erfahren, wie es ausgegangen wäre, hätten wir uns anders entschieden. Aber für zukünftiges Verhalten (einschließlich erneuter Fehlentscheidungen) sollten wir bedenken, dass beim Rückblick auf die zurückliegenden Jahre oder Jahrzehnte der Mensch eher das bedauert, was er nicht getan hat.

    Viele Grüße

    Susanne Bender

    Eingetragen am 02.06.2024

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