Aktuelles aus dem EZETTHERA

Newsletter Oktober 2026

  • Tanztherapie, Bewegungsanalyse, Fortbildung
  • Nur weil ich Angst habe, brauche ich Mut. Und nur, wenn die beiden im Gleichgewicht sind, kann ich losgehen.
    Reinhold Messner

    Meine Gedanken dazu sind wie immer am Ende des Newsletters...

    Liebe Tanz- und Therapieinteressierten,

    der Sommer ist ja noch einmal in die Verlängerung gegangen, auch wenn die kürzeren Tage uns an den Herbst erinnern. Es kommt also die Zeit des nach Innen kehrens, wo wieder Raum entsteht, sich selbst zu erkunden, und zu testen, wie mutig wir sind. Hierzu bieten wir viele spannende Themen an. 

    Inhalt des Newsletters:

    1. Kurse
    2. Seminare und Workshops 2026
    3. Seminare und Workshops 2027

    1. Kurse 

    Online-Kurse

    • Die Online-Supervisionsgruppe dienstags bei Susanne Bender ist ausgebucht. Man kann sich auf eine Warteliste setzen lassen.
    • Die Online-Supervisionsgruppe freitags bei Susanne Bender ist ausgebucht. Man kann sich auf eine Warteliste setzen lassen.
    • Bei der Fortbildungsreihe zum Kestenberg Movement Profile können noch einige Module einzeln gebucht werden.

    2. Seminare und Workshops 2026

    3. Seminare und Workshops 2027

    Die Seminare im nächsten Jahr füllen sich schon. Es ist gut, mit einer Entscheidung nicht zu lagen zu warten, um sich einen Platz zu sichern.

    ...Jeder, der in den Bergen unterwegs ist, kennt die Momente der Angst und hoffentlich auch die Momentes des Mutes, wenn der Kontakt zum Körper wieder hergestellt ist und eine ganzheitliche Einschätzung möglich ist. Mut kann dann bedeuten weiterzugehen oder umzukehren, je nachdem, was der Körper einem sagt. Mut ist also nicht Abwesenheit von Angst, sondern ist ihre Antwort. Wo nichts bedroht, verunsichert oder ins Ungewisse führt, braucht es keinen Mut. Erst die Angst öffnet jenen inneren Raum, in dem der Mensch sich entscheiden kann – nicht gegen seine Verletzlichkeit, sondern mit ihr. So wird sie vom vermeintlichen Hindernis zur Voraussetzung einer Bewegung, die mehr ist als bloßes Voranschreiten: zu einem bewussten Schritt ins Unbekannte.
    Angst wartet dort, wo Vertrautes endet: vor einer Entscheidung, einem Aufbruch, einem Wort, das nicht zurückgenommen werden kann. Oft möchten wir sie zum Schweigen bringen, als wäre sie ein Irrtum des Herzens. Doch die Angst spricht von dem, was uns etwas bedeutet. In diesem Sinn ist Angst kein Zeichen innerer Leere, sondern ein Echo unserer Bindungen an die Welt.
    Mut ist daher kein lärmender Triumph über die Furcht, auch wenn viele Menschen sich Mühe geben, es so erscheinen zu lassen. Mut ist jedoch ein leises Dennoch. Mut heißt, der Angst einen Platz einzuräumen, ohne ihr den Weg zu überlassen. Er ist keine blinde Kühnheit, sondern eine Form der Wachheit: das klare Sehen der Gefahr und zugleich das Vertrauen, dass der nächste Schritt möglich bleibt.
    Das Gleichgewicht zwischen Angst und Mut ist kein regloser Zustand. Es ähnelt dem Stand auf einem schmalen Grat: Jeder Atemzug, jeder Muskel, jeder Blick wirkt zusammen, um die Balance immer neu zu finden. Zu viel Angst lähmt; zu viel Mut wird zur Selbstüberschätzung. Erst wenn Vorsicht und Entschlossenheit einander begrenzen und tragen, entsteht jene gespannte Ruhe, aus der verantwortliches Handeln möglich wird. Das Gleichgewicht ist eine lebendige Übereinkunft zwischen dem Wissen um die Gefahr und der Bereitschaft, ihr zu begegnen.
    Freiheit beginnt nicht dort, wo alle Zweifel verstummen. Sie beginnt in dem Augenblick, in dem wir trotz ihres Flüsterns sagen: Ich gehe.

    Viele Grüße

    Susanne Bender

    Eingetragen am 01.10.2026

    Zurück

    Alle News

    Hinweis: Alle aktuellen Meldungen von "EZETTHERA - Europäisches Zentrum für Tanztherapie" können Sie auch als RSS Newsfeed abonnieren, klicken Sie einfach auf das RSS-Symbol und tragen Sie die Adresse in Ihren Newsreader ein!