Aktuelles aus dem EZETTHERA
Newsletter Oktober 2026
Nur weil ich Angst habe, brauche ich Mut. Und nur, wenn die beiden im Gleichgewicht sind, kann ich losgehen.
Reinhold Messner
Meine Gedanken dazu sind wie immer am Ende des Newsletters...
Liebe Tanz- und Therapieinteressierten,
der Sommer ist ja noch einmal in die Verlängerung gegangen, auch wenn die kürzeren Tage uns an den Herbst erinnern. Es kommt also die Zeit des nach Innen kehrens, wo wieder Raum entsteht, sich selbst zu erkunden, und zu testen, wie mutig wir sind. Hierzu bieten wir viele spannende Themen an.
Inhalt des Newsletters:
- Kurse
- Seminare und Workshops 2026
- Seminare und Workshops 2027
1. Kurse
- Jeden 1. Sonntag im Monat bieten fortgeschritte TanztherapiestudentInnen ExperimenTanz an, ein Angebot zur Selbsterfahrung:
- 04.10.2026 Formen der Wertschätzung
- 01.11.2026 Dem inneren Erleben Raum geben
- 06.12.2026 Bedürfnisse erkunden
- 10.01.2027 Kreativität in Bewegung – Dein inneres Atelier entdecken
- 08.10.26-25.03.27 Tanztherapiegruppe 1 - es bewegt mich, donnerstags von 16.15-17:45 Uhr. Für diese Gruppen ist ein Erstgespräch notwendig.
- 08.10.26-25.03.27 Tanztherapiegruppe 2 - es bewegt mich, donnerstags von 18:00-19:30 Uhr. Für diese Gruppen ist ein Erstgespräch notwendig.
- 13.10.-10.11.2026 Tanztherapiegruppe - einfach mal sein mit Lucia Weber, dienstags, 18:15-19:45 Uhr
- 11.10.2026-06.03.2027 Vorbereitungskurs für den Heilpraktiker für Psychotherapie mit Undine Uhlig
- In der Supervisionsgruppe in Salzburg freitags (5x im Jahr) bei Susanne Bender sind Plätze frei.
- 14.01.-25.03.2027 Tanzen aus der Stille - Authentische Bewegung I/27 mit Susanne Bender.
Online-Kurse
- Die Online-Supervisionsgruppe dienstags bei Susanne Bender ist ausgebucht. Man kann sich auf eine Warteliste setzen lassen.
- Die Online-Supervisionsgruppe freitags bei Susanne Bender ist ausgebucht. Man kann sich auf eine Warteliste setzen lassen.
- Bei der Fortbildungsreihe zum Kestenberg Movement Profile können noch einige Module einzeln gebucht werden.
2. Seminare und Workshops 2026
- 03.-04.10.2026 Bartenieff Fundamentals in der Tanztherapie mit Christel Büche
- 14.-15.11.2026 Tanz im Augenblick - Improvisation in der Tanztherapie mit Ellen Steinmüller
- 21.-22.11.2026 Der Welt mit Selbstregulation begegnen mit Barbara Birner. Das Seminar ist ausgebucht. Man kann sich gerne auf eine Warteliste setzen lassen.
- 28.-29.11.2026 Bewegte Familienrekonstruktion in Köln mit Susanne Bender
3. Seminare und Workshops 2027
Die Seminare im nächsten Jahr füllen sich schon. Es ist gut, mit einer Entscheidung nicht zu lagen zu warten, um sich einen Platz zu sichern.
- 16.-17.01.2027 Kreistänze - verbunden sein mit Renata Falkowska
- 23.-24.01.2027 Struktur in der Tanztherapie mit Petra Ruggiero
- 13.-14.02.2027 Resilienz - in Bewegung bleiben mit Jana Brettner
- 26.-27.03.2027 Mindful Dancing Warriors mit Chetan Erbe
- 10.-11.04.2027 Inspirationsquelle Natur in der Tanztherapie mit Elke Kressirer
- 01.-02.05.2027 Aufmerksamkeitswunden erkennen und heilen mit Barbara Birner
- 15.-16.05.2027 Tanztherapie mit ätherischen Ölen mit Barbara Prosteder
- 03.-04.07.2027 Scham, ein zentrales Gefühl in der Tanztherapie mit Imke Fiedler
- 24.-25.07.2027 Tanztherapie bei Demenz mit Viktoria Seibt
- 25.-26.09.2027 Bewegte Familienrekonstruktion mit Susanne Bender
- 09.-10.10.2027 Somatic Body Mapping mit Annette Schwalbe
- 16.-17.10.2027 Ich sehe was, was du nicht siehst - Bewegungsanalysecamp - Teil I mit Susanne Bender
- 20.-21.11.2027 Ich sehe was, was du nicht siehst - Bewegungsanalysecamp - Teil II mit Susanne Bender
...Jeder, der in den Bergen unterwegs ist, kennt die Momente der Angst und hoffentlich auch die Momentes des Mutes, wenn der Kontakt zum Körper wieder hergestellt ist und eine ganzheitliche Einschätzung möglich ist. Mut kann dann bedeuten weiterzugehen oder umzukehren, je nachdem, was der Körper einem sagt. Mut ist also nicht Abwesenheit von Angst, sondern ist ihre Antwort. Wo nichts bedroht, verunsichert oder ins Ungewisse führt, braucht es keinen Mut. Erst die Angst öffnet jenen inneren Raum, in dem der Mensch sich entscheiden kann – nicht gegen seine Verletzlichkeit, sondern mit ihr. So wird sie vom vermeintlichen Hindernis zur Voraussetzung einer Bewegung, die mehr ist als bloßes Voranschreiten: zu einem bewussten Schritt ins Unbekannte.
Angst wartet dort, wo Vertrautes endet: vor einer Entscheidung, einem Aufbruch, einem Wort, das nicht zurückgenommen werden kann. Oft möchten wir sie zum Schweigen bringen, als wäre sie ein Irrtum des Herzens. Doch die Angst spricht von dem, was uns etwas bedeutet. In diesem Sinn ist Angst kein Zeichen innerer Leere, sondern ein Echo unserer Bindungen an die Welt.
Mut ist daher kein lärmender Triumph über die Furcht, auch wenn viele Menschen sich Mühe geben, es so erscheinen zu lassen. Mut ist jedoch ein leises Dennoch. Mut heißt, der Angst einen Platz einzuräumen, ohne ihr den Weg zu überlassen. Er ist keine blinde Kühnheit, sondern eine Form der Wachheit: das klare Sehen der Gefahr und zugleich das Vertrauen, dass der nächste Schritt möglich bleibt.
Das Gleichgewicht zwischen Angst und Mut ist kein regloser Zustand. Es ähnelt dem Stand auf einem schmalen Grat: Jeder Atemzug, jeder Muskel, jeder Blick wirkt zusammen, um die Balance immer neu zu finden. Zu viel Angst lähmt; zu viel Mut wird zur Selbstüberschätzung. Erst wenn Vorsicht und Entschlossenheit einander begrenzen und tragen, entsteht jene gespannte Ruhe, aus der verantwortliches Handeln möglich wird. Das Gleichgewicht ist eine lebendige Übereinkunft zwischen dem Wissen um die Gefahr und der Bereitschaft, ihr zu begegnen.
Freiheit beginnt nicht dort, wo alle Zweifel verstummen. Sie beginnt in dem Augenblick, in dem wir trotz ihres Flüsterns sagen: Ich gehe.
Viele Grüße
Susanne Bender
Eingetragen am 01.10.2026
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