Aktuelles aus dem EZETTHERA

Newsletter August 2026

  • Tanztherapie, Bewegungsanalyse, Fortbildung
  • Takt ist die Fähigkeit, einem anderen auf die Beine zu helfen, ohne ihm dabei auf die Zehen zu treten. 
    Curt Goetz (1888–1960) deutsch-schweizerischer Schriftsteller und Schauspieler

    Meine Gedanken dazu sind wie immer am Ende des Newsletters...

    Liebe Tanz- und Therapieinteressierten,

    wir haben unsere Planung für 2027 fast abgeschlossen. Wer also schon mal schnuppern möchte, was es nächstes Jahr für tolle Angebote gibt, kann das gerne machen. Aber auch die Kurse, Workshops und Seminare in diesem Jahr sind noch voller Inspirationen.

    Inhalt des Newsletters:

    1. Seminare und Workshops
    2. Kurse
    3. Quereinstieg in laufende Ausbildungen
    4. Tanztherapie Podcast

    1. Seminare und Workshops

    Seminare 2027

    2. Kurse 

    Online-Kurse

    3. Quereinstieg in laufende Ausbildungen

    Im Moment laufen noch drei Ausbildungsgruppen für die Ausbildung in Systemischer Tanztherapie am EZETTHERA nach BTD/BTA-Standards. Es gibt somit noch die Möglichkeit eines Quereinsiegs in die laufenden Ausbildungsgruppen. Die Voraussetzung dafür sind Nachweise in tanztherapeutischen Fort- und Ausbildungen. Diese werden von uns geprüft und entschieden, ob und wann ein Quereinstieg möglich ist. Bei Interesse schicken Sie gerne Ihre Bewerbungsunterlagen mit den Nachweisen sowie einem kurzen Lebenslauf an info@ezetthera.de

    4. Tanztherapie-Podcast

    Der Tanztherapie-Podcast von Wiebke Würdig wächst weiter. Es lohnt sich also reinzuhören. Der Podcast erscheint zweiwöchentlich, immer donnerstags.  
    Hier könnt Ihr den Podcast hören: YouTube und Deezer oder Spotify und Apple Podcast
    Folgt auch dem Podcast-Instagram-Profil, dort wird über neue Folgen usw. informiert: Instagram

    ...Mein Enkel und ich sammeln Teekesselchen, also ein Wort, das zwei Bedeutungen hat. Unsere neueste Entdeckung hat mich nachdenklich gemacht: Der Takt. Hiermit ist zum einen die Einteilung eines musikalisch-rhythmischen Ablaufs gemeint und zum anderen das Feingefühl, was den menschlichen Umgang erträglich macht. Und doch scheinen sie etwas gemeinsam zu haben. Nur wenn wir uns in einem gemeinsamen Takt, einem gemeinsamen Rhythmus einschwingen, entsteht überhaupt eine Beziehung. Und wenn wir einem Gegenüber etwas mitteilen möchten, ist es nicht nur eine Frage des Wie, sondern auch der richtige Zeitpunkt ist entscheidend, ob es eine gelingende Kommunikation wird. 
    In Zeiten, wo es oft so scheint, als würde eine Meinung verkündet, bevor man Informationen hat, erscheint es hilfreich, den etwas veralteten Begriff des Takts wieder ins Bewusstsein zu holen. Takt ist mehr als nur Höflichkeit. Er ist das leise Gespür für den Moment, in dem ein Wort trösten kann – oder verletzen. Er ist die Kunst, Nähe zu schenken, ohne jemanden zu bedrängen, und Wahrheit auszusprechen, ohne sie wie eine Waffe zu benutzen.
    Ein Mensch mit Takt sieht nicht nur, was vor ihm geschieht; er fühlt, was zwischen den Zeilen steht. Er bemerkt das kurze Zögern, den gesenkten Blick, das Lächeln, das etwas verbergen soll. Und gerade dann entscheidet er sich nicht für Lautstärke, nicht für Überlegenheit, sondern für Behutsamkeit.
    Vielleicht ist Takt deshalb so kostbar: weil er still ist. Er drängt sich nicht auf, verlangt keinen Applaus und hinterlässt doch Spuren. In einer Welt, die oft schnell urteilt und laut antwortet, ist Takt ein sanfter Widerstand. Er erinnert uns daran, dass Menschlichkeit nicht immer große Gesten braucht. Manchmal genügt ein behutsames Wort, ein Schweigen im richtigen Augenblick, oder eine ausgestreckte Hand, die hilft, ohne zu verletzen. Ein Gespür für die richtige Geste im richtigen Moment kann eine Situation retten. Takt nutzt die Intuition, damit eine Geste zum richtigen Zeitpunkt gezeigt wird. Takt ist Hilfsmittel, um den menschlichen Umgang reibungsloser zu gestalten. Es geht um Zurückhaltung und Selbstkontrolle. Offenheit darf kein Selbstzweck sein. Sie würde ein Schlachtfeld der Verletzungen und Kränkungen hinterlassen. 
    Wie meinte schon Baltasar Gracián y Morales im 17. Jahrhundert: „Nichts erfordert mehr Behutsamkeit als die Wahrheit: sie ist ein Aderlass des Herzens. Es gehört gleich viel dazu, sie zu sagen und sie zu verschweigen zu verstehen.“

    Viele Grüße

    Susanne Bender

    Eingetragen am 31.07.2026

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