Tanztherapie bei Traumafolgestörungen: Wissen und Wirken - Teil II

Samstag, 21.11.2020 10:30 - Sonntag, 22.11.2020 16:30

In diesem 2. Teil der Fortbildungsreihe wird theoretisches und empirisches Wissen sowie praktisches Handwerkszeug für die tanztherapeutische Arbeit mit Menschen mit Traumafolgestörungen interaktiv vermittelt. TanztherapeutInnen, die bereits eine tanztherapeutische Traumfortbildung absolviert haben, können sich für diesen 2. Teil anmelden. 

Die Inhalte sind die Ergebnisse langjähriger traumaadaptierter tanztherapeutischer Tätigkeit und Forschung zu Tanztherapie bei Trauma. Interpersönliche, komplexe Traumata, die TanztherapeutInnen in der Praxis am häufigsten begegnen, bilden den Fokus.
Basierend auf einem empirisch entwickelten Therapiemanual werden folgende Aspekte beleuchtet:

  • Konzeption des Krankheitsbildes PTBS/komplexes Trauma im Rahmen der Tanztherapie (Ursachen, Symptome, Verlauf, relevante statistische Daten - Begründung der Anwendung der Tanztherapie bei Traumafolgestörungen)
  • Wirkmechanismen und Wirkweisen und ihr Bezug zur Konzeption des Krankheitsbildes => wichtig bei Bewerbungen, Teamsitzungen und Tagungen
  • Standards der psychotherapeutischen Behandlung (Therapiephasen, Behandlungsgrundsätze, Veränderungsdilemma, Krisenintervention, ethische Aspekte)
  • Ziele in der Tanztherapie bei Traumafolgestörungen
  • Gestaltung der therapeutischen Beziehung ( Bindungsaufbau und Erhalt innerhalb von Sitzungen - Kommunikation außerhalb der Sitzung: Telefonate, Email, WhatsApp und Co. - Überbrückung von Therapiepausen - Gegenübertragungserleben bei Komplexem Trauma - Selbstfürsorge der TherapeutIn während/nach den Therapiesitzungen
  • Tanztherapiespezifische Interventionen ( Bewährte Interventionen zur Stabilisierung, Fertigkeiten, Entwicklung, Traumaexposition, Neuorientierung, Abschied - Typische Modifikationsformen bei Traumafolgestörungen - Bewegungsarbeit bei Patienten, die sich nicht bewegen können oder wollen - Hinweise auf tanztherapeutische Adaptionen von nicht spezifischen, aber essenziellen Interventionen (Imagination, Stabilisierung, Expositionstechniken, inneres Kind Arbeit, etc.)
  • Rahmenbedingungen (Überlegungen zu Sitzungsdauer und -frequenz, Gruppenzusammensetzung, Strukturierungsgrad, ambulant vs. stationäres Setting)
  • Typische Herausforderungen (z.B. Dissoziation, Beziehungsabbruch, Selbstverletzung, Suizidalität, Täterkontakt, Stagnation, usw.)

Das Seminar ist nicht als Selbsterfahrungsseminar konzipiert, auch wenn die Inhalte praktisch vermittelt werden, d.h. die TeilnehmerInnen werden eher in ihrer TherapeutInnenrolle angesprochen, als dass Raum zur Bearbeitung eigener Traumata besteht.

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Weitere Informationen zum Termin

OrtEZETTHERA - Europäisches Zentrum für Tanztherapie, Geyerspergerstraße 25, D-80689 München,
DozentInnen: Marianne Eberhard-Kaechele
(Tanztherapeutin BTD®)
Preis:€ 220.00
(Frühbucherpreis €  200.00 - gültig bis max. 20.09.2020)
Weitere Info:Teil I: 20.-21.06.2020
Teil II: 21.-22.11.2020
Preis für beide Seminare: € 400,-/440,-
Es können nur beide Seminare zusammen belegt werden.

Seminarzeiten jeweils
Samstag, 10:30 - 19:00
Sonntag, 10:00 - 16:30
Zielgruppe:TanztherapeutInnen mit einer Fortbildung in tanztherapeutischer Traumatherapie

Anreise