Aktuelles aus dem EZETTHERA

EZETTHERA Newsletter Februar 2024

  • Intuition, sprunghafte Einsicht, deren Schritte nachzuholen sind.
    Manfred Hinrich (1926-2015), deutscher Philosoph

    Meine Gedanken dazu sind wie immer am Ende des Infobriefs, aber wer informiert sein möchte, sollte auch das lesen, was dazwischen steht.

    Liebe Tanz- und Therapieinteressierten,

    vielleicht traut sich auch die ein oder andere Person ihrer Intuition und meldet sich einfach für ein Seminar oder eine Gruppe an, ohne zu wissen, warum das jetzt die richtige Entscheidung ist.

    Inhalt des Newsletters:

    1. Seminare und Workshops
    2. Kurse
    3. Tanztherapie-Ausbildung

    1. Seminare und Workshops

    2. Kurse

    Online-Kurse

    3. Tanztherapie-Ausbildung

    Seit 39 Jahren bieten wir Menschen eine neue Perspektive in ihrer beruflichen Aus­rich­tung und haben so schon vielen geholfen, ihrem Herzen und ihrer Berufung zu folgen. Die Ausbildungsgruppe, die im Herbst 2024 unter der Leitung von Kerstin Hilker beginnt, ist voll. Die nächste Gruppe startet in 2025.

    Wer an einem anderen Institut eine Grundausbildung in Tanztherapie gemacht hat und bei uns weiter studieren möchte, setzt sich bitte mit uns in Verbindung. Der Aufbau der gesamten Ausbildung kann hier eingesehen werden.

    ...Immer wieder begegnet uns im Leben die Intuition, die häufig als einziges Argument aufweisen kann: „Ich habe das Gefühl, dass …“. In vielen Alltagssituationen bewahrt uns dies vor Schlimmerem: das Abbremsen beim Autofahren, weil der Fahrer vor uns „irgendwie komisch fährt“; das Ergreifen der Hand des Kindes, weil wir das Gefühl haben, es könnte gleich unvermittelt auf die Straße laufen; das Umbestellen im Restaurant, weil die Kellnerin „irgendwie komisch geguckt hat“. Es ist diese sprunghafte Einsicht, die es uns im Alltag ermöglicht, schnell eine Entscheidung zu treffen. Es ist ein gefühltes Wissen, bei dem man sehr schnell spürt, was zu tun ist, ohne dafür eine Erklärung abliefern zu können. Wir haben ein tiefes Aha-Erlebnis, mit dem wir schnell und pointiert erfassen können, worum es geht.
    Diese intuitiven Entscheidungen entspringen Bereichen unseres Gehirns, die der Sprache nicht zugängig sind. Dennoch werden dort sehr viele Informationen gespeichert, die wir aus unseren Erfahrungen sammeln. Wenn wir also nur das Wissen beachten, das wir sprachlich begründen können, verlieren wir sehr viel.
    Intuition kommt vom lateinischen Wort "intueri" - was "ansehen", "erkennen", "betrachten" heißt, d. h. wir haben Aspekte des Seins wahrgenommen, die sich unserer sprachlichen Analyse entziehen, die aber trotzdem in unser Wissen einfließen. Intuition ist also Erfahrungswissen. Wir entwickeln Faustregeln, um zu einer schnellen und effizienten Problemlösung zu gelangen, die auf die wichtigsten Informationen zurückgreift und ein schnelles Handeln ermöglicht. 
    Da es sich um Erfahrungswissen handelt, liegen wir damit leider nicht immer richtig. Wir sind oft selbst dann von seiner Richtigkeit überzeugt, wenn wir irren. Denn „Bauchentscheidungen“ führen zu einem verzerrten Denken und voreiligen Schlüssen, die zu falschen Ergebnissen und Vorurteilen führen können. Das mühelose, intuitive Erkenntnissystem spielt dem Gedächtnis manchmal einen Streich, es gaukelt ihm etwas vor. Denn das Hirn meldet uns: "Halte Dich an das, was Du kennst", es ist also nicht automatisch bereit, sich auf Neues einzulassen. Häufige Wiederholungen erzeugen z.B. Vertrautheit, die sich dann nicht leicht von Wahrheit unterscheiden lässt. Wir kommen also nicht umhin, unsere wunderbaren, intuitiven, sprunghaften Einsichten durch reflektiertes Nachdenken zu überprüfen.  
    Einstein hat einmal gesagt: "Der intuitive Geist ist ein Geschenk und der rationale Geist ist sein Diener. Wir haben eine Gesellschaft geschaffen, in der der Diener zum Herrn geworden ist und man das Geschenk vergessen hat".

    Viele Grüße

    Susanne Bender

    Eingetragen am 30.01.2024

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